Häufige Fragen
Die Bienen-Initiative will in der Schweiz die Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen durch Insekten sichern. Bund und Kantone sollen dafür sorgen und die nötigen Mittel bereitstellen. Der Bund soll Vorschriften erlassen, die die Bestände und die Vielfalt einheimischer Bestäuber-Insekten fördern. Wie das geschehen kann, haben der Bund und die Wissenschaft bereits detailliert aufgezeigt.
Die Bestäubung ist eine Lebensgrundlage und gehört deshalb in die Verfassung, gleich wie der Wasserschutz oder die Landwirtschaft. Bestehende Gesetze, Verordnungen und freiwilligen Massnahmen haben den Insektenrückgang nicht stoppen können. Trotz fünf Motionen und zwei Petitionen geht es nicht voran. Nun braucht es den Druck durch eine Volksinitiative.
Vieles ist mit vernünftigem Aufwand möglich: mehr Blühflächen, besser vernetzte Lebensräume, weniger Lichtverschmutzung, ein entschlosseneres Vorgehen gegen invasive Arten wie die Asiatische Hornisse. Die Bundesverwaltung hat 2019 zehn Handlungsfelder beschrieben, die Schweizer Akademie der Naturwissenschaften 2021 ein 12-Punkte-Programm. Was getan werden kann – und muss – ist seit Langem klar.
Ja. Fast die Hälfte der über 600 Wildbienenarten ist gefährdet, rund 10 Prozent gelten als ausgestorben. Die Insektenmasse ist in 30 Jahren um drei Viertel zurückgegangen. Auch die Honigbienen leiden unter Krankheiten, Parasiten und invasiven Arten wie der Asiatischen Hornisse.
Es gibt in allen Bereichen Möglichkeiten, Massnahmen für die Sicherung der Bestäubung, für den Erhalt und die Förderung von Bienen und anderen Bestäuber-Insekten zu tun. Die bisherigen Anstrengungen reichen jedoch nicht aus, um das Insektensterben zu stoppen.
Konkrete, terminierte und überprüfbare Massnahmen mit klarem Zeithorizont. Es braucht etwa Bildung, Forschung, aber auch Anreize für Fördermassnahmen und Zusammenarbeit über alle Sektoren hinweg. Und es braucht die nötigen finanziellen und personellen Ressourcen.
Es geht um beide – und um alle anderen Bestäuber wie Schwebfliegen, Käfer oder Schmetterlinge. Bei den Wildbienen ist die Lage dramatisch: fast die Hälfte der über 600 Arten ist gefährdet, 59 sind bereits ausgestorben. Honigbienen kämpfen mit Krankheiten, Parasiten und invasiven Arten. Für die Sicherung der Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen in der Schweiz braucht es sie alle!
Für die Bekämpfung des Bienensterbens stehen im Aktionsplan Biodiversität II für sechs Jahre 3 Millionen Franken bereit. Das steht in keinem Verhältnis zum Wert der Bestäubung: alleine für die Landwirtschaft beträgt er laut Bundesrat jährlich bis zu 479 Millionen Franken. Mindestens ebenso interessant ist die Frage, was es uns kostet, wenn wir das Insektensterben nicht aufhalten!
Nein. Es geht um die Sicherung der Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen. Dies gelingt nur, wenn allen Bestäuber-Insekten erhalten und gefördert werden. Bienen und Wildbestäuber sollen nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Eine breite, politisch unabhängige Allianz: BienenSchweiz, die Société Romande d’Apiculture, die Federazione Ticinese di Apicoltura, die Naturfreunde Schweiz und die Stiftung Future 3. Im Initiativkomitee sitzen Politikerinnen und Politiker verschiedener Parteien sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft.
Das Komitee hat einstimmig beschlossen, nicht mit kommerziellen Dienstleistern im Bereich «Unterschriftensammlung» zusammenzuarbeiten. Die 100’000 gültigen Unterschriften werden mit Tausenden von engagierten Menschen aus der ganzen Schweiz gesammelt werden. Jeden Tag melden sich bei uns Menschen, die etwas für die Bienen und anderen Bestäuber tun wollen – Unterschriften sammeln ist eine Möglichkeit!